Urologie für Männer

Testosteronmangel
Wechseljahre des Mannes

Wechseljahre sind kein reines Frauenthema. Ab einem gewissen Alter bemerken auch Männer, dass sich Körper und Psyche verändern: Sie fühlen sich müde und erschöpft, sind gereizt und nervös. Die Lust auf Sex lässt nach, die Kraft nimmt ab und das Körpergewicht nimmt zu – besonders das gefährliche Bauchfett. Gleichzeitig steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus und eine sinkende Knochendichte.
Ursache kann die mit zunehmendem Alter abnehmende Aktivität wichtiger Hormone sein. Wie Sie hier selbst gegensteuern und mit welchen Therapien wir Ihnen helfen können, darüber berate ich Sie gerne.


Erektionsstörungen

Unter einer Erektionsschwäche (erektile Dysfunktion) wird die nicht ausreichende Funktion des Gliedes zur Durchführung des Geschlechtsverkehrs verstanden. Betroffen sein können die Größenzunahme des Gliedes (Tumeszenz), die Festigkeit des Gliedes (Rigidität) und die Dauer der Erektion.
Für die meisten Männer gehört ein erfülltes Liebesleben zu den wichtigsten Bestandteilen einer Partnerschaft. Probleme in diesem Bereich haben häufig auch seelische und psychische Folgen. Dennoch wird bei jedem fünften Mann über 30 das Liebesleben durch Potenz- und Erektionsstörungen getrübt.
Eine Erektion ist ein komplizierter und umfangreicher Vorgang im männlichen Körper, an dem neben dem zentralen Nervensystem, Nervenbahnen des Beckens, Schwellkörperblutgefäße und die Schwellkörper selbst beteiligt sind. Die Ursachen einer Erektionsschwäche sind sehr verschieden.
Neben urologischen Erkrankungen können sich unsere Volkserkrankungen durch Schädigungen der Blutgefäße und Nerven in einer Erektionsschwäche bemerkbar machen. Blutzuckererhöhung (Diabetes mellitus), Blutdruckerhöhung (Hypertonie), Fettleibigkeit (Adipositas) und die Erhöhung von Blutfetten (Hyperlipidämie) gehören dabei zu den häufigsten Ursachen.

Selten trauen sich Betroffene aus Scham diese Problematik offen anzusprechen. Dabei stellt eine Erektionsstörung u. a. ein wichtliges Frühwarnsystem für lebensbedrohliche Herz- Kreislauferkrankungen dar, da die ED in der Regel mehrere Jahre vor einer Durchblutungsstörung am Herzen auftritt.
Durch eine entsprechende Untersuchung können die potentiell lebensbedrohlichen Erkrankungen so frühzeitig aufgedeckt werden, dass eine effektive Therapie und ein komplettes Ausheilen dieser Erkrankungen möglich werden. Bei Verdacht ist bei diesen Patienten eine ebenso umfangreiche Untersuchung bei der Hausärztin/dem Hausarzt oder einem Herzspezialisten ratsam.
Die erektile Dysfunktion ist, ob ihrer Vielfältigkeit, eine Erkrankung, die unbedingt in die Hände eines Spezialisten gehört.


Fruchtbarkeit

Auf Spurensuche: Untersuchungen beim Mann bei ungewollter Kinderlosigkeit

Von einem unerfüllten Kinderwunsch spricht man, wenn ein Paar nach 12 Monaten regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft erzielen konnte. Normalerweise liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft bei gesunden Partnern bei circa 85%. Die Ursachen einer Infertilität (Zeugungsunfähigkeit) können sowohl beim Mann, als auch bei der Frau vielfältig sein. Das Krankheitsbild der ungewollten Kinderlosigkeit umfasst daher die Diagnostik beider Partner.
Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Durchführung einer Ejakulatuntersuchung (ein sogenanntes Spermiogramm). Ergänzend dazu empfiehlt sich eine umfängliche urologische Abklärung der Gesundheit des Mannes. Dies beinhaltet eine körperliche Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung der Hoden und der Prostata sowie eine Blutuntersuchung inkl. Hormondiagnostik. Auch eine Abklärung hinsichtlich allgemeinmedizinischer/internistischer Erkrankungen sind wesentlich, um mögliche Ursachen zu identifizieren.


Penisverkrümmung

Bei einer Penisverkrümmung kann der Penis zu einer Seite (lateral), nach oben (dorsal) oder nach unten (ventral) gekrümmt sein. Eine Penisverkrümmung kann angeboren sein und wird medizinisch als kongenitale Penisdeviation bezeichnet. In diesem Fall ist der Penis meist nach unten, bzw. im erigierten Zustand nach vorne gekrümmt.
Eine erworbene Penisverkrümmung bezeichnet man als Induratio penis plastica (plastische Verhärtung des Penis). Hier ist der Schwellkörper häufig nach oben gebogen, in manchen Fällen auch zur Seite.
Der Krankheitsverlauf einer Induratio penis plastica ist meist chronisch, teilweise auch schubweise. Oftmals beginnt die Induratio penis plastica „über Nacht“ mit einer Knotenbildung in der Schwellkörperhaut, die bei der Erektion Schmerzen verursacht, oder aber mit einer akuten Thrombophlebitis (Entzündung einer Vene), bzw. der Thrombose einer auf dem Penisrücken verlaufenden Vene. Dieses entzündliche Stadium der Induratio penis plastica, in dem sich die Knoten und Verhärtungen (auch Plaques genannt) noch relativ weich anfühlen, geht dann meist nach 6-12 Monaten in ein stabiles, oft verkalkendes Stadium über, das zur Penisverkrümmung nach oben oder zur Seite führt.
Bei der Induratio penis plastica handelt es sich um ein multifaktorielles Krankheitsgeschehen. Es führen also mehrere Faktoren (genetisch, entzündlich und immunologisch) zur Manifestation dieser Erkrankung. Vieles spricht dafür, dass wiederholte, unbemerkte Mikroverletzungen der Schwellkörperhaut (Tunica albuginea), bzw. der Trennwand (Septum) der Schwellkörper eine Induratio penis plastica zum Ausbruch kommen lassen.
Hauptsächlich bekommen 45- bis 65-jährige Männer eine Penisdeviation. Häufig ist die Krümmung nur leicht. Im Lauf der Zeit kann sie sich aber verstärken und die Erektion schmerzhaft stören. In anderen Fällen bilden sich Deviationen spontan zurück. Eine angeborene Penisverkrümmung bleibt in den meisten Fällen unverändert.
Besteht bei Ihnen eine Penisverkrümmung oder haben Sie Beschwerden, scheuen Sie sich nicht und sprechen Sie mich an.
Eine Penisverkrümmung ist nichts, mit dem Sie sich abfinden oder dessen Sie sich schämen sollten. Es gibt zahlreiche Therapieoptionen, die abhängig vom individuellen Fall angewendet werden können.
Basierend auf einer gründlichen Diagnose entscheiden wir gemeinsam, welches Therapiekonzept in Ihrem Fall am geeignetsten ist und setzen dieses gemeinsam um.


Prostata

Die Prostata (Vorsteherdrüse) gehört zu den Geschlechtsorganen des Mannes. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umgibt die Harnröhre. Die Prostata wiegt circa 20 Gramm und ist normalerweise kastaniengroß. Die Drüse produziert ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich mit den Spermien vermischt.
Der Prostatakrebserkrankung ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes.
Das Prostatagewebe unterliegt aber mit zunehmenden Lebensjahren auch unterschiedlichen gutartigen Veränderungen: das Volumen vergrößert sich und Infektionen können auftreten. Symptome für Prostataveränderungen äußern sich u. a. über die Stärke des Harnstrahls, die Qualität des Wasserlassens, unvollständige Blasenentleerung, Erektionsprobleme oder Blutbeimengungen in der Samenflüssigkeit oder im Urin.
Anzeichen für das Vorliegen von Prostatakrebs gibt es nicht.
Die Prostatauntersuchung dient der Bestimmung der Größe und Beschaffenheit des Prostatagewebes und ist vollkommen schmerzfrei.
Hierbei wird eine Tastuntersuchung über das Rektum mit einer anschließenden Ultraschalldiagnostik mit Duplexsonographie und Elastographie kombiniert. Beides nimmt nicht mehr als 3-5 Minuten in Anspruch.

Ultraschalldiagnostik mit Duplexsonographie und Elastographie
Messung der Elastizität des Prostatagewebes

Die Elastographie der Prostata ist ein bildgebende Verfahren zur verbesserten Diagnostik des Prostatakarzinoms. Sie wird im Rahmen der Ultraschalluntersuchung routinemäßig durchgeführt, so dass hier eine große Erfahrung mit der Methode besteht.
Die Untersuchung ist einfach und unterscheidet sich für Sie nicht vom herkömmlichen transrektalen Ultraschall der Prostata, da die Technik im verwendeten System integriert ist.

Karzinomgewebe ist deutlich härter als normales Prostatagewebe. Die Elastographie misst die Härte des Prostatagewebes und macht diese auf dem Untersuchungsmonitor farblich sichtbar. Die verhärteten Areale (im Ultraschallbild blau dargestellt) können einen wichtigen Hinweis auf ein mögliches Krankheitsgeschehen geben.
Da aber auch Verkalkungen und narbiges Gewebe bei chronischen Entzündungen härter als Normalgewebe sind, kann die Methode hier nicht vom Karzinom unterscheiden.
Die Elastographie ist damit keine absolut sichere diagnostische Maßnahme, dient aber als wertvoller Baustein in der Prostatakarzinomdiagnostik und kann insbesondere auch zur gezielten Zusatzbiopsie bei der Entnahme von Gewebsproben zum Karzinomausschluss herangezogen werden.


Harninkontinenz beim Mann

Harninkontinenz wird im Allgemeinen als ungewollter Urinverlust definiert, welcher in unterschiedlichen Schweregraden auftreten kann. Inkontinenz tritt auch bei Männer in allen Formen und Schweregraden auf. Allen gemein hat, dass ein unfreiwilliger Urinverlust das Leben stark beinträchtigen kann und zur sozialen Isolation führen kann. Inkontinenz wird weiterhin als Tabuthema in unserer Gesellschaft gehandelt.

Abhängig von Ursache und Schweregrad des Urinverlustes wird diese in verschiedene Hauptformen unterschieden. Ursächlich hierfür können Erkrankungen der Blase, Veränderungen der Prostata, aber auch internistische bzw. neurologische Erkrankungen sein. Ich unterstütze Sie durch eine gezielte Diagnostik sowie ausführliche Beratung welche Therapieform für Sie die richtige ist.


Urologen
in Gießen auf jameda

1,0 - Habe mich nirgendwo besser behandelt gefühlt

Frau Durschnabel hat sehr viel Empathie, sehr kompetente Beratung und nimmt sich die Zeit, die für ein vertrauensvolles Patientenverhältnis notwendig ist

Bewertung vom 09.05.2020
So finden Sie in die Praxis
Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Urologische Privatpraxis

Melanie Durschnabel
Fachärztin für Urologie

Nordanlage 21 | 35390 Gießen
Tel. 06 41 - 350 99 17 -0 | Fax -9

rezeption@urologie-esculap.de
www.urologie-esculap.de

Praxiszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag
9.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch und Freitag 9.00 – 15.00 Uhr

Beratungsstelle für Inkontinenz